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Gesünder leben?

Die Tomate – italienische Sonne auf dem Teller

Die Tomate gehört zu den Lieblingsgemüsen der Schweizer. Obwohl sie wie Gemüse zubereitet wird, gehört sie botanisch gesehen zu den Beeren. Weshalb die rote Frucht keine Kälte mag und sie so gesund ist, erfahren Sie hier.

Die ursprüngliche Heimat der Tomate ist Süd- und Mittelamerika. Die Azteken gaben ihr den Namen «tomatl», wovon sich die heutige Bezeichnung ableitet. Um 1500 brachte Christoph Kolumbus die ersten Pflanzen mit nach Europa. Die Tomate blieb vorerst hauptsächlich eine Zierpflanze, da sie für giftig gehalten wurde. Tomaten sind hinter dem Rüebli das zweitbeliebteste Gemüse von Herr und Frau Schweizer. Sie wechseln sich seit Jahren an der Spitze ab.

Ein Nachtschattengewächs und eigentlich eine Beere

Die einjährigen Pflanzen stammen aus der Familie der Nachtschattengewächse. Zwei Monate nachdem sie die ersten gelben Blüten geöffnet haben, entwickeln sich die Früchte. Die reifen Früchte färben sich in Rottönen, je nach Sorte auch Gelb, Orange, Grün oder Violett. Je nach Sorte ist die Tomate klein wie eine Kirsche oder wird bis zu einem Kilo schwer. Besonders beliebt sind Rispen- und Cherry-Tomaten.

Schweizer Tomaten sind zwischen Juni und August erhältlich. Ausserhalb der Saison stammen sie hauptsächlich aus Spanien, Italien, Marokko und Israel. (lesen Sie unten weiter...)

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Lycopin und Betacarotin für den Zellschutz

Die Tomate ist kalorienarm und besteht zu 94 Prozent aus Wasser. Bereits eine Tomate deckt 20 Prozent des Vitamin-C-Tagesbedarfs. Ebenso kann die Tomate mit ihrem Gehalt an Betacarotin punkten, welches vom Körper in Vitamin A umgewandelt wird. Der Pflanzenfarbstoff Lycopin ist für die rote Farbe verantwortlich. Er gehört ebenfalls in die Gruppe der Carotinoide und hat eine ähnliche Wirkungsweise wie das Betacarotin. Es hat eine positive Wirkung auf den Zellschutz und das Immunsystem.

Haben sie zu kalt, schmecken sie nicht

Tomaten sollten luftig und trocken bei Zimmertemperatur gelagert werden. Die Aufbewahrung im Kühlschrank raubt ihnen das Aroma und macht sie schlaff. Rispen und Stängel sollten an den Früchten verbleiben. Tomaten lassen Gemüse und Früchte in ihrer Umgebung schneller reifen, da sie das Gas Ethylen absondern.

Das Warten lohnt sich

Der grüne Stielansatz von Tomaten enthält ebenso wie die Blätter und grüne, unreife Früchte das giftige Solanin und sollte vor dem Essen entfernt werden. Unreife Tomaten sollte man wegen des Solaningehaltes nicht essen oder verarbeiten. Wer zur frischen, sonnengereiften Variante aus der Schweiz greift, wird mit einem besonders intensiven Aroma belohnt. Ob im Salat, kombiniert mit Mozzarella, zubereitet als Sauce oder Suppe, grilliert, gebraten oder aus dem Ofen – die Tomate überzeugt mit ihrem Geschmack. Ausserhalb der Saison kann man auf eingemachte Varianten zurückgreifen, wie zum Beispiel Saft, Konserven, Püree oder getrocknete Tomaten.

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Rundtomate

Die Allrounderin unter den Tomaten ist das ganze Jahr über im Angebot, hat eine sattrote Farbe, festes, saftiges Fleisch sowie eine glatte Haut. In der Küche eignet sich die geschmacklich ausgewogene Rundtomate für fast alle Gerichte, von Salat über Pizza und Pasta bis zu Suppe.

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Rispentomate

Da man sie am Stock ausreifen lässt und in ganzen Rispen anbietet, zeichnen sich Rispen- oder Stocktomaten durch einen kräftigeren Geschmack als den der Rundtomaten aus. Auch der meistverkaufte Tomatentyp ist vielseitig einsetzbar und macht sowohl roh als auch gekocht eine gute Figur.

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Cocktailtomate

Diese etwas kleinere rote Tomate wiegt zwischen 40 und 70 Gramm und kann rund oder oval sein. Aufgrund ihres leicht süsslichen Geschmacks gesellt sie sich gerne an die Seite von Mozzarella oder verwandelt sich des Nachts mit einem Schuss Wodka in eine hochprozentige Bloody Mary.

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Cherrytomate

Mit ihren 10 bis 30 Gramm sind Cherrytomaten die kleinsten Mitglieder der Tomatenfamilie. Wegen ihres hohen Zuckergehalts besitzen die in diversen Farben erhältlichen Minis ein kräftiges, süsses Aroma, schmecken roh am besten und sind vor allem bei Kindern oder zum Apéro beliebt.

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Fleischtomate

Das Schwergewicht unter den Tomaten ist die Fleischtomate mit satten 150 bis 300 Gramm. Die flachrunde bis herzförmige Frucht weist sechs bis acht Fruchtkammern auf, enthält aber wenig Fruchtsäure und schmeckt daher süsser. Besonders gut zur Geltung kommt sie als Salat, auf dem Grill oder in Suppen.

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San-Marzano-Tomate

Das Geheimnis jedes Gerichts liegt bekanntlich in der Sauce. Kein Geheimnis ist hingegen, dass die Königin der Saucentomaten aus San Marzano in Kampanien kommt. Die schlanke Italienerin ist leicht süsslich im Geschmack und fällt vor allem durch ihre zylinderartige Form und die leuchtend rote Farbe auf.

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Datteltomate

Zu den schmackhaftesten kleinen Tomaten zählen die Datteltomaten. Die dattel- oder pflaumenförmigen Leckerbissen übernehmen die Funktion eines vitaminreichen Gemüsepralinés. Besonders Kinder sind von den süssen kleinen Tomaten begeistert. Sie werden aber auch gerne zum Garnieren oder als Partysnack verwendet.

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Ochsenherz-Tomate

Gross, rot und in Form eines kräftigen Stierherzens – so stolz präsentiert sich sinngemäss diese Frucht. Eine einzelne dieses Typs, auch Cuore di bue genannt, kann bis zu 300 Gramm schwer werden. Ochsenherzen sind saftarm, aber sehr aromatisch, reifen von innen nach aussen und sind daher auch grün geniessbar.

publiziert am 19.03.2018


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