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Gesünder leben?

In der Orange steckt mehr als wir denken

Sie sorgen für eine Extraportion Vitamine, wenn es bei uns klirrend kalt ist. Warum man das Weisse auch essen sollte.

Die Orange wird auch «Apfelsine» genannt, was so viel heisst wie «Apfel aus China». Denn dort wurden die Zitrusfrüchte bereits vor über 4000 Jahren angebaut. Im 15. Jahrhundert kamen sie nach Europa. Weltweit gehören sie zu den am häufigsten angebauten Früchten – kein Wunder, sind sie schon seit Jahren in den Top Ten der beliebtesten Früchte. Sie wachsen überall wo es warm ist. Spitzenreiter im Orangenanbau sind Brasilien und die USA. Ein Baum kann bis zu 200 Kilogramm Ertrag pro Jahr liefern.

Vier verschiedene Sorten

Orangen sind das ganze Jahr über erhältlich. Am beliebtesten sind die Früchte bei uns im Winter, wenn nur noch wenig anderes Obst verfügbar ist. Da stammen sie meist aus Spanien, dort beginnt die Orangenernte im November. In den Sommermonaten liefern Länder wie Südafrika, Simbabwe oder Argentinien die Früchte zu uns.

Zu unterscheiden sind vier Sorten: Die gewöhnlichen Orangen, die kernlosen Navelorangen, die pigmentierten Orangen – das sind die Blut- und Halbblutorangen – sowie die Zuckerorangen. Bei vielen Sorten müssen die Früchte nicht sofort geerntet werden. Sie können ohne Qualitätsverluste einige Monate auf den Bäumen «gelagert» werden. Unreif sollten Orangen allerdings nicht gepflückt werden, da sie nicht nachreifen. (Lesen Sie unten weiter...)

Genusserlebnis

Die Orange bietet eine Vielzahl von Geschmackserlebnissen und ist daher vielseitig kombinierbar. Er hat ein spritziges, sehr fruchtiges Aroma mit einem Hauch von Mango, Ananas oder Himbeere (bei der Blutorange).

  • Ananas
  • Erdbeere
  • Kaffee
  • Anis
  • Pfeffer
  • Gewürznelke
  • Hartkäse 
  • Rindfleisch
  • Schmalz

Eine Extraportion Vitamin C

Orangen sind reich an Vitamin C, das wohl bekannteste Vitamin. Es kann zum Beispiel freie Radikale abfangen, die durch Stress, Krankheit oder falsche Ernährung entstehen. So soll es das Immunsystem stärken und Zellen schützen. Zudem ist es wichtig für Knochen und Bindegewebe und hilft bei der Wundheilung. Schon zwei Orangen können den Vitamin-C-Tagesbedarf eines Erwachsenen decken. In den Früchten stecken auch Vitamine der B-Gruppe, die eine Rolle in verschiedenen Stoffwechselprozessen spielen. Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Phosphor liefern Orangen ebenso.

Essen Sie auch das Weisse

Zum Lagern eignen sich die Früchte super, die beste Lagertemperatur liegt bei 7 Grad Celsius. Vor dem Essen sollten Sie die Schale gründlich mit heissem Wasser waschen, um Rückstände von Pestiziden zu entfernen. Nach dem Schälen steht dem Genuss nichts mehr im Weg. Übrigens sollten Sie das Weisse unter der Schale mitessen, darin stecken besonders viele gesunde Inhaltsstoffe.

Orangen sind wahre Multitalente in der Küche und schmecken herrlich erfrischend. Am beliebtesten ist der Saft. Achten Sie beim Kauf, dass dem Saft kein zusätzlicher Zucker zugefügt wurde. Denn der Saft enthält von Natur aus, ob nun frischgepresst oder gekauft, bereits viel Fruchtzucker. (Lesen Sie unten weiter...)

Erfahren Sie mehr über Vitamine in Früchten

Nährwerttabelle

 

Nährstoff

Pro 100 g (roh)

Pro Portion, 120g = eine mittelgrosse Orange (roh)

Prozentuale Abdeckung des Tagesbedarfs mit einer Portion

Energie

44 kcal 53 kcal  

Protein

1 g 1,2 g  

Kohlenhydrate

8,6 g 10 g  

Nahrungsfasern

1,8 g 2,2 g 7%

Fett

0,2 g 0,24 g  

Vitamin A

11 µg 13 µg

1% für Männer
2% für Frauen

Betacarotin

32 µg 38 µg

Noch keine Referenzwerte

Vitamin B1 (Thiamin)

0,09 mg 0,1 mg

9% für Männer
10% für Frauen

Vitamin B2 (Riboflavin)

0,04 mg 0,05 mg

3% für Männer
4% für Frauen

Vitamin B6 (Pyridoxin)

0,06 mg 0,07 mg

5% für Männer
6% für Frauen

Niacin 0,3 mg 0,4 mg

3% für Männer
3% für Frauen

Folat

30 µg 36 µg

12%

Pantothensäure

0,3 mg 0,4 mg

6%

Vitamin C

53 mg 64 mg

58% für Männer
67% für Frauen

Kalium

180 mg     216 mg

5%

Calcium

40 mg 48 mg

5%

Magnesium

10 mg 

12 mg

3% für Männer
4% für Frauen

Phosphor

16 mg 19 mg

3%

Eisen 0,1 mg 0,12 mg

1% für Männer
1% für Frauen

Zink 0,1 mg 0,12 mg

1% für Männer
2% für Frauen


Quelle: Schweizer Nährwertdatenbank

publiziert am 23.01.2019


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